Filmwirtschaft begrüßt Start des neuen Fördermodells FISA

Die Filmwirtschaft begrüßt die nun erfolgte Notifizierung des neuen Filmfördermodells Filmstandort Österreich (FISA) im Bundesministerium für Wirtschaft, Jugend und Familie durch die EU-Kommission.

In Absprache mit dem Fachverband und den durchführenden Stellen Austria Business Agency und Austria Wirtschaftsservice hat das Wirtschaftsministerium bereits vor der Notifikation den Online-Testbetrieb für das neue Modell freigegeben. Inzwischen sind 12 Einreichungen mit einem Gesamtvolumen über 2 Mio. in Behandlung und stehen in der entscheidenden Phase vor der Beschlussfassung.

„Mit der flexiblen Öffnung des Modells und der Anerkenntnis des rückwirkenden Inkrafttretens der Richtlinien mit 1. Juli 2010 ist sichergestellt, dass das neue Fördermodell nun schnell und effizient in die Entscheidungsphase kommen kann“, stellt Danny Krausz, Obmann des Fachverbandes der Film- und Musikindustrie, fest.

Damit wurden Projekte eingereicht, die von anderen Fördererinstitutionen bereits inhaltlich und kalkulatorisch beurteilt wurden, was in der Anfangsphase die Entscheidung sicher erleichtern wird. Das auf der Website www.filmstandort-austria.at eingerichtete Online-Einreichungstool wurde in der Praxis von der Filmbranche angenommen; erste Erfahrungen und allfällig notwendige Systemadaptionen müssen nach einer ersten Evaluierungsphase und nach der Behandlung durch den in Konstituierung befindlichen FISA-Beirat vorgenommen werden. Damit sei nun gelungen, neben der Filmförderung des österreichischen Filmförderungsinstituts auch ein automatisches, an ökonomischen Kriterien ausgerichtetes Modell im Wirtschaftsressort in Analogie zum Erfolgsmodell des Deutschen Filmförderfonds einzurichten.

FISA – ist ein Spitzenfinanzierungsmodell, das dann greift, wenn die Basisfinanzierung sichergestellt ist.

Wirtschaftsminister Mitterlehner und Finanzminister Pröll haben quasi jetzt „B“ gesagt – die ganze Bundesregierung muss nun aber auch bei den kommenden Budgetverhandlungen gemeinsam „A“ sagen!

Erst dann wird die neue Förderung ihre volle innovative Kraft nicht nur für die österreichische Filmwirtschaft, sonder auch für die Wertschöpfung in Österreich erzielen“, so Danny Krausz. „Nur in einem Zusammenspiel aller Finanzierungseinrichtungen - nationaler wie internationaler Herkunft - ist es möglich, dieses Potential voll auszuschöpfen.“